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Extreme Klimaungerechtigkeit: die reichsten 10 Prozent der Weltbevölkerung sind für die Hälfte der Emissionen verantwortlich

Es sind weltweit vor allem die reichen Menschen, die durch ihren Konsum zum Klimawandel beitragen. Das steht im heute veröffentlichten Bericht „Extreme Carbon Inequality“ von Oxfam. Zwar wachsen die Emissionen vor allem in den Schwellenländern, sie dienen dabei aber großenteils der Produktion von Waren, die in reichen Ländern konsumiert werden.

Extrem Carbon InequalityDem Bericht zufolge ist damit die ärmere Hälfe der Weltbevölkerung – dreieinhalb Milliarden Menschen – für nur zehn Prozent des weltweiten Ausstoßes klimaschädlicher Treibhausgase verantwortlich. Den reichsten zehn Prozent der Weltbevölkerung ist die Hälfte der CO2-Emissionen zuzuschreiben.

Der Bericht „Extreme Carbon Inequality“ zeigt, wie die Verantwortung für Emissionen mit sozialer Ungleichheit verknüpft ist:

  • Ein Angehöriger des reichsten Prozents der Weltbevölkerung ist für 175mal mehr Treibhausgase verantwortlich als ein Angehöriger der ärmsten zehn Prozent.
  • Ein Angehöriger der reichsten zehn Prozent Indiens verursacht nur ein Viertel des CO2-Ausstoßes eines Angehörigen der ärmeren Hälfte der US-Bevölkerung; und ein Angehöriger der ärmeren Hälfte der indischen Bevölkerung nur ein Zwanzigstel.
  • Der gesamte Treibhausgasausstoß der ärmeren Hälfte der chinesischen Bevölkerung (rund 600 Millionen Menschen) beträgt nur ein Drittel der Emissionen, die den 30 Millionen reichsten US-Amerikanern zuzuschreiben sind.

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