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Bundesregierung unterstützt 1,5°C-Ziel

Das ist es wohl, was man „to create a momentum“ nennen kann: Nachdem Angela Merkel in ihrer Rede beim Pariser Klimagipfel zu Beginn der Woche klar die Notwendigkeit benannt hat, über ein schärferes Klimaziel als 2°C nachzudenken, und Barbara Hendricks das anschließend nochmal in ihrer Regierungserklärung wiederholte, steht die Bundesregierung nun gegen Ende der ersten Verhandlungswoche als Champion in Sachen ambitionierte Klimaziele da.

Zelebriert wurde der Moment heute im Deutschen Pavilion: Staatssekretär Jochen Flasbarth (BMUB) sagte bei einem Event mit  Vertretern der Marshall Islands (Tony de Brum – der bekam dieses Jahr übrigens den Alternativen Nobelpreis) und der Malediven, dass sich Deutschland konkret dafür einsetze, das 1,5 °C Ziel im Pariser Abkommen zu verankern. Damit unterstützt die Bundesregierung eine schon lange bestehende Forderung kleiner Inselstaaten und vieler NGOs.

Glückwunsch, kann man da sagen, und zugleich hoffen, dass sich die Bundesregierung dieses Ziel nicht mit faulen Rechentricks (negative Emissionen = Geoengineering) schönrechnen wird.

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Diskussion

  1. Toll!
    Der Klimawandel wird jetzt verbal gestoppt. Wer braucht noch aktives Handeln? Wen interessiert es schon, dass das Land dieser Schönredner pro Kopf die 10-fache Menge an Braunkohle verfeuert, wie der Weltdurchschnitt? Und dass 220 Millionen Barrel Öl pro Tag verfeuert würden und nicht 90 Millionen, wenn alle Menschen weltweit so viel Öl verbrauchen würde, wie dieses (unser) Land?

    Egal, verbal ist man halt Vorreiter in Sachen Klimaschutz. Alles in Ordnung!

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