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Viel zu viel Kohle für die Kohle

Während anlässlich des Pariser Klimagipfels eine Reihe von Banken (darunter Weltbank, KfW, ADB, EIB und andere) 5 wohlklingende aber gänzlich freiwillige und vage formulierte Prinzipien für den Umgang mit Klimarisiken veröffentlichen, haben Urgewald, Friends of the Earth, Banktrack und Rainforest Action Network die größten Banken weltweit einem Kohletest unterzogen.
Das Ergebnis:
The biggest banks in the U.S. and Europe are also the world’s biggest coal banks. The top ten backers of coal among major global banks are all based in France, Germany, Switzerland, the UK, or the US. The top five coal-financing banks since COP 15 in Copenhagen are Citigroup ($19.65 billion), JPMorgan Chase ($18.80 billion), Royal Bank of Scotland ($15.86 billion), BNP Paribas ($14.84 billion), and Bank of America ($14.44 billion). Between Copenhagen and Paris, big banks have  supported coal with $257 billion. Between 2009, the year of the Copenhagen climate summit, and 2014, the world’s biggest banks put only 40 percent as much financing into the entire renewable energy sector ($104.59 billion) as into coal alone ($257.02 billion).
The world’s largest financial institutions are setting new benchmarks as they make commitments to cut financing for coal. In response to growing pressure from the global climate movement, since May 2015, Bank of America, Credit Agricole, Natixis, Citigroup, Goldman Sachs, Société Générale, BNP Paribas, Morgan Stanley and Wells Fargo have each announced new policies on coal financing.

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Diskussion

  1. Das ZDF-Heute-Journal berichtete vor einigen Tagen, dass gegenwärtig weltweit 2500 neue Kohlekraftwerke in der Planung sind.
    Meine Anmerkung: die werden dann in der überwiegenden Anzahl in der ersten Hälfte der 20er Jahre ans Netz gehen und 40 bis 50 Jahre lang in Betrieb sein.
    Bereits jetzt im Bau befindliche Kohlekraftwerke sind in dieser Zahl nicht enthalten.
    Alleine in China wurde dieses Jahr die Genehmigung für den Bau von 155 Kohlekraftwerken erteilt.
    Auch wenn man von diesen Zahlen die in diesem Zeitraum außer Dienst gestellten Kraftwerke abziehen muss, so ist doch klar absehbar, dass die Zahl der Kohlekraftwerke weiter zunehmen wird.

    Dass alle fossilen Energieträger derzeit so billig sind wie lange nicht, verschärft das Problem zusätzlich. So liegt der Anteil des light-Truck-Segments an allen Neuzulassungen derzeit in den USA bei fast 60% und selbst in China schon bei 35%, dort mit nominalen Zuwachsraten von 37% zum Vorjahr. „Dank“ des superbilligen Öls.
    Der Flugverkehr in vielen asiatischen Ländern steigt mit zweistelligen prozentualen Raten pro Jahr.
    Weltweit boomt die emissionsträchtige Kreuzfahrtbranche, usw.
    Die reale Entwicklung geht also genau in die falsche Richtung. Trotz teils wohlklingender Absichtserklärungen in Paris.

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