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Wissenschaftler*innen fordern globales Moratorium auf Solares Geoengineering

Eine größere Gruppe von internationalen Wissenschafler*innen hat sich öffentlich gegen ein solares Geoengineering positioniert: In der Zeitschrift „Nature“ warnen 17 Wissenschaftler*innen mit ihrem Artikel „It is dangerous to normalize geoengineering research“ vor solarem Geoengineering als Mittel gegen die Klimakrise und fordern ein globales Moratorium auf SRM.

Die Autor*innen argumentieren, dass weite Teile der wissenschaftlichen Literatur zur Klima-Governance diese Risikotechnologien als Ablenkungsmanöver von tatsächlicher Dekarbonisierung und Ausstieg aus der fossilen Infrastruktur ablehnt.

Weiterhin warnen sie vor der Unregierbarkeit von solarem Geoengineering, das komplexe Entscheidungsprozesse auf globaler Ebene und mit zeitlich weitreichenden Folgen beinhalten würde – dafür sehen die Autor*innen die notwendigen Bedingungen auf globaler Ebene in keiner Weise gegeben.

Sie fordern daher Regierungen und Fördereinrichtungen auf, nicht weiter die Erforschung von SRM zu normalisieren, sondern stattdessen die notwendigen – und möglichen – Schritte zu ergreifen, die globale Wirtschaft zu dekarbonisieren und ein globales Moratorium auf solares Geoengineering.

Die Wissenschaftler*innen reagieren damit auch auf ein Editorial in der Zeitschrift Nature vom 12. Mai 2021, das sich dafür stark gemacht hatte, dass SRM-Forschung „eine Chance“ gegeben werden sollte.Asa Persson

Unter den Autor*innen dieser Gruppe sind Frank Biermann und Aarti Gupta von der Utrecht University (Niederlande), Asa Persson vom Stockholm Environment Institute (Schweden), Janez Potočnik (ehemaliger EU-Kommissar), Mike Hulme und andere wichtige internationale Wissenschaftler – und auch der Präsident des deutschen Umweltbundesamtes, Dirk Messner.

Die gesamte Liste der unterschreibenden Wissenschaftler*innen findet sich hier.

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